Mozilla Firefox

Der Mozilla Firefox

Mozilla

Ab 1998 ging der Marktanteil von Netscape deutlich zurück – auch weil Microsoft dazu überging, den Internet Explorer eng mit dem eigenen Betriebssystem Microsoft Windows zu verzahnen. In den folgenden Jahren wurde Microsoft mit einem Marktanteil von über 90 Prozent annähernd zum Monopolisten auf dem Browsermarkt.

Netscape reagierte darauf, indem es sich zu einem quelloffenen Projekt veränderte – unter dem Namen Mozilla, welches parallel zur Netscape-Entwicklung betrieben wurde, wobei sich die Projekte gegenseitig mit Ideen und Techniken ergänzten. Dennoch ging der Marktanteil von Netscape weiter zurück, bis das Unternehmen Ende 1998 von America Online (AOL) aufgekauft wurde. Neue Versionen von Netscape (Netscape 6.0, Netscape 7.0) hatten nur bescheidenen Erfolg. Insbesondere Netscape 6.0 wurde durch deutliche Mängel und eine hiermit verbundene geringe Benutzerfreundlichkeit zu einem Fehlschlag.

Seit 2002 gewinnt der Mozilla-Browser allmählich Marktanteile zurück, vor allem durch technische Vorzüge und durch Vorteile bei der Bedienung und der Sicherheit. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass der Browser in einem eigenen Speicherbereich des Arbeitsspeichers läuft, der keinen direkten Zugriff auf das Dateisystem des Host-Systems hat. Der Nachfolger des Mozilla-Browsers, Firefox, wurde noch weiter verbessert. Da Firefox ein reiner Webbrowser ist, wird er durch den E-Mail-Client Thunderbird ergänzt, während Mozilla noch einen integrierten E-Mail-Client besaß. Die Versionen 1.0 von Firefox und Thunderbird erschienen nach einer längeren Betaphase im Dezember 2004. Verschiedenen Quellen zufolge hat Mozilla bis Anfang 2007 einen Marktanteil von 20 bis 30% erobert, wobei starke nationale Schwankungen auftreten.

Die Mozilla-Suite wird nicht mehr weiterentwickelt. Es gibt jedoch ein Nachfolgeprojekt mit dem Namen „SeaMonkey“, das von einem freien Entwicklerteam unter dem Dach der Mozilla Foundation weiterentwickelt wird. - In diesem „Sea Monkey“ ist immer noch der Netscape Composer enthalten, eine freie Software zum Erstellen von HTML-Seiten.

Geschichte

Das Mozilla-Firefox-Projekt, damals noch unter dem Namen Phoenix, wurde von Dave Hyatt und Blake Ross als experimentelle Abzweigung der Mozilla Application Suite initiiert. Die erste Veröffentlichung einer lauffähigen Version des Programms (Phoenix 0.1) erfolgte am 23. September 2002.

Im Jahr 2003 entschieden sich die Entwickler der Mozilla Application Suite zu einer Kehrtwende ihrer Strategie. Dies lag unter anderem an der Entscheidung von Apple, den eigenen Webbrowser Safari auf der KHTML-Engine und nicht auf der Gecko-Engine (die von Mozilla entwickelt wird) aufzubauen.

Während die Mozilla-Entwickler zuvor darauf bedacht gewesen waren, möglichst alle wichtigen Internetfunktionen wie Webbrowser, E-Mail-Programm, Adressbuch und HTML-Editor in einem Programmpaket (Mozilla Application Suite) zusammenzufassen, strebten sie nun die Veröffentlichung einzelner, voneinander unabhängiger Komponenten an. Diese sollten sich durch einen schnelleren Start und geringere Speicher- und Rechenzeitauslastung auszeichnen. Gleichzeitig sollte die Entwicklung der einzelnen Komponenten ausgebaut und vorangetrieben werden.

Die Webbrowser-Funktion übernahm Mozilla Firefox. Die E-Mail-Funktion wurde unter dem Namen Mozilla Thunderbird ausgelagert, der Kalender wird unter dem Namen Mozilla Sunbird und der HTML-Editor unter dem Namen Nvu bzw. KompoZer weiterentwickelt. Die offizielle Mozilla Application Suite 1.7 wurde lediglich mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt. Allerdings arbeitet seit Mitte 2005 ein Community-Projekt an der Weiterentwicklung der Application Suite unter dem Namen SeaMonkey.

Ein Fernziel ist, die von allen Komponenten benötigten Funktionen zu vereinen, so dass die Installationspakete des Browsers, des E-Mail-Programms und der anderen Anwendungen jeweils sehr klein sind und sich die verschiedenen Komponenten gemeinsame Funktionen teilen können. Das wurde bisher noch nicht erreicht, da Firefox, Thunderbird, Sunbird und Nvu derzeit im Gegensatz zum Mozilla-Programmpaket nicht fähig sind, gleichzeitig auf ein gemeinsames Gecko-Modul zuzugreifen. Dadurch beanspruchen die vier einzelnen Programme momentan deutlich mehr Festplattenplatz und Arbeitsspeicher als das Mozilla-Programmpaket. Die Umsetzung mittels XULRunner wird für Versionen ab Firefox 4 erwogen.

Versionen

Browser
Name
Version Veröffentlicht
Phoenix 0.1 23.September 2002
Firebird 0.6 17.Mai 2003
Firefox 1.0 09.November 2004
Firefox 1.5 29. November 2005
Firefox 2 2.0 24.Oktober 2006
Firefox 3 3.0 17.Juni 2008
Firefox 4 4.0 Ende 2009